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Die Orgel

in St. Wolfgang

Die Orgel in St. Wolfgang Reutlingen

Unser für den Freiburger Orgelbau Hartwig Späth typisches Instrument "Opus 990" aus dem Jahr 2007 verfügt über 34 Register auf drei Manualen und Pedal verteilt, die über Doppelregistratur angesteuert werden.
Ein deutlicher Schwerpunkt in der Disposition liegt auf den romantischen Registern, ohne die Klassik zu vernachlässigen, womit die ganze Palette der Orgelmusik darstellbar ist. Die Grundstimmen erzeugen eine enorme Klangfülle. Aliquote, Scharff und Klarinette des Positivs treten dagegen prägnant hervor.
Der imposante Klangeindruck im Raum wird durch das expressive Windleitsystem, mit leicht ansteigendem Winddruck bei vollem Spiel, besonders unterstützt.

Kleine Orgelführung:
Die Register der Orgel in St. Wolfgang, Reutlingen

Ein Orgelregister ist eine Reihe von Pfeifen mit gleicher Klangfarbe, von denen jede Pfeife genau einem Ton der Tastatur zugeordnet ist. Durch das Ziehen verschiedener Register entstehen die charakteristischen Klangfarben einer Pfeifenorgel – von sanften Flötenstimmen bis zu kraftvollen Trompetenklängen. Die Vielfalt der Register macht den besonderen Reichtum und die enorme klangliche Flexibilität einer Kirchenorgel aus.

I. Manual, Hauptwerk, C-g'''

Das Hauptwerk ist das klangliche Zentrum der Orgel und meistens das am stärksten besetzte Manualwerk. Es trägt den Grundcharakter des Instruments und eignet sich besonders für kraftvolle, tragende Klänge im Gemeindegesang und in der Literatur. Es ist wie folgt bestückt:

Bourdon 16'
Prinzipal 8'
Konzertflöte 8'
Rohrflöte 8'
Viola da Gamba 8'
Oktave 4'
Hohlflöte 4'
Kornett 3-5f. 2 2/3"
Oktave 2'
Mixtur 4f. 1 1/3"
Trompete 8'

II. Manual, Positiv, C-g'''

Das Positiv ist ein eigenes Manualwerk mit meistens hellerem Klang und feineren Klangfarben. Es wird häufig für solistische Stimmen, barocke Musik oder klangliche Kontraste zum Hauptwerk eingesetzt. Es ist wie folgt bestückt:

Prästant 8'
Gedeckt 8'
Salizional 8'
Traversflöte 4'
Oktave 4'
Nazard 2 2/3'
Flöte 2'
Terz 1 3/5'
Scharf 4f. 1'
Klarinette 8'
Tremulant

III. Manual, Schwellwerk, C-g'''

Das Schwellwerk befindet sich in einem verschlossenen Gehäuse mit beweglichen Lamellen ("Schweller"). Dadurch kann die Lautstärke stufenlos verändert werden, was besonders ausdrucksvolle und dynamische Klangwirkungen ermöglicht. Es ist wie folgt bestückt:

Geigenprinzipal 8'
Flauto amabile 8'
Dolce 8'
Vox coelestis 8'
Fugara 4'
Piccolo 2'
Progressio harmonica 3-4f. 2'
Trompette harmonique 8'
Basson-Hautbois 8'
Clairon harmonique 4'
Tremulant

Pedal, C-f'

Das Pedal wird mit den Füßen gespielt und bildet das klangliche Fundament der Orgel. Es enthält vor allem tiefe Register zur Bassführung, kann aber auch solistische Stimmen besitzen. Es ist wie folgt bestückt:

Prinzipalbass 16'
Subbass 16'
Oktavbass 8'  *)
Flötbass 8'  *)
Posaune 16'
Trompetbass 8'  *)

*) Kombinierte Reihen mit dem jeweiligen 16' Register.

Koppeln und Spielhilfen

Koppeln verbinden einzelne Werke oder das Pedal miteinander, sodass Register verschiedener Werke gemeinsam gespielt werden können. Dadurch lassen sich größere Klangfülle und vielseitige Klangkombinationen erzeugen:

II/I
III/I
III/II
Suboktavkoppel III
I/P
II/P
III/P
Superkoppel III/P
Doppelregistratur,
Register--Crescendo,
Setzeranlage


Typenschild Kirchenorgel St. Wolfgang Reutlingen

Die Orgel der Kirche St. Wolfgang in Reutlingen wurde vom Freiburger Orgelbau Hartwig Späth im Jahr 2007 erbaut.

Bilder der Orgel in der Kirche St. Wolfgang, Reutlingen

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